Diese Barytrose stammt aus den Sandgruben von Rockenberg im hessischen Wetteraukreis. Das Stück zeigt eine kompakte, rosettenförmige Ausbildung aus braunem Baryt und eingeschlossenen Quarzsandkörnern.
Die einzelnen tafeligen Kristallbereiche sind zu unregelmäßigen Rosetten und knolligen Aggregaten verwachsen. Ihre erdig braune Farbe und die matte bis schwach glänzende Oberfläche sind charakteristisch für die Barytrosen von Rockenberg. Mit einer Länge von 10,5 cm gehört das Stück zur Größenklasse der Großstufen.
Barytrose von der klassischen Fundstelle Rockenberg
Rockenberg gilt als die bedeutendste und nach Angaben der Gemeinde einzige bekannte europäische Fundstelle für ausgeprägte Barytrosen. Die Vorkommen waren an eine schmale sandige Schicht gebunden; mehrere frühere Fundstellen wurden inzwischen verfüllt oder rekultiviert.
Die Barytrosen entstanden durch langsame Kristallisation von Bariumsulfat aus mineralhaltigen Porenwässern innerhalb der sandigen Sedimente. Während des Wachstums schlossen die Barytkristalle zahlreiche Quarzsandkörner ein. Dadurch bildeten sich die charakteristischen rosettenförmigen Aggregate. Die Entstehung wird in das Miozän eingeordnet.
Die Kombination aus ungewöhnlicher Kristallform, regionaler geologischer Besonderheit und klassischer deutscher Herkunft macht das Stück zu einem charakteristischen Fundortbeleg aus der Wetterau.
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Mineral | Baryt |
| Ausbildung | Barytrose beziehungsweise Sandrose |
| Chemische Zusammensetzung | Bariumsulfat, BaSO₄ |
| Fundort | Sandgruben bei Rockenberg, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland |
| Abmessungen | 10,5 × 7,5 × 7,0 cm |
| Gewicht | 569 g |
| Stufengröße | Großstufe |
| Farbe | Braun bis erdbraun |
| Glanz | Matt bis erdig |
| Kristallform | Rosettenförmige und knollige Kristallaggregate |
| Einschlüsse | Quarzsand |
| Entstehung | Kristallisation in sandigen Sedimenten |
| Besonderheit | Barytrose von der klassischen Fundstelle Rockenberg |














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