Pyrit aus dem Extertal

Pyrit aus dem Extertal ist in Sammlerkreisen vor allem auch für seine besonderen Kristallformen bekannt. Ein echtes Aushängeschild sind vor allem auch die „Eisernen Kreuze“.

Die Lage des Fundgebietes Extertal

Das Extertal befindet sich im Nordosten des Kreises Lippe in Nordrhein-Westfalen in der Region Ostwestfalen-Lippe. Die Region liegt im Weserbergland.

Es handelt sich um eine typische Mittelgebirgslandschaft mit sanften Hügeln, dichten Waldgebieten, Tälern und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die gegen lädt zum Wandern in der Natur ein, es gibt mehr als 250 km markierte Wanderwege. Ein anderes Highlight in der Region ist die Burg Sternberg auf 315 Metern Höhe.

Bekannt sind auch die naturnahen Bachläufe und Auwaldreste im Naturschutzgebiet Tal der Exter.

Pyrite aus dem Extertal – die Besonderheiten

Die Pyrite aus dem Extertal haben einige Besonderheiten, die ich hier mal hervorheben möchte.

Braunfärbung der Pyrite

Meistens hat der Pyrit eine für ihn typische messinggelbe Färbung. Diese Farbe hat den Pyrit auch seine Beinamen „Katzengold“ bzw. „Narrengold“ eingebracht. Der Pyrit aus dem Extertal ist für seine häufige erdig-braune Färbung bekannt. Ursache sind erfolgte Verwitterungsprozesse, bei denen der Pyrit an der Oberfläche oxidiert und in Eisenhydroxid (Limonit) umgewandelt wird. Dieser Braunton ist in der Regel mit einen matten Metallglanz kombiniert.

Spannende Kristallformen wie das „Eiserne Kreuz“

Bei Pyriten im Extertal sind vor allem die folgenden Kristallformen typisch – der Würfel, das Pentagondodekaeder und Kombinationen aus diesen beiden Formen. Typisch sind auch komplexe Durchdringungszwillinge bzw. Kristallzwillinge.

Vor allem die sogenannten „Eisernen Kreuze“ gelten als ein echtes Aushängeschild der Region. Viele Eiserne Kreuze wurden vor allem in der nahen Umgebung von Vlotho gefunden. Es handelt sich bei den Eisernen Kreuzen um spezielle Kristallzwillinge – zwei Pyritoeder verwachsen exakt in einen Winkel von 90° ineiander, so dass die Kristalle kreuzförmig ineinander greifen und bei der Draufsicht eine markante Kreuzform entsteht.

Der Kontrast zur Gesteinsmatrix

Vorrangig sitzen die Pyrite aus dem Extertal in Keupermergeln und im sogenannten Schilfsandstein. Vor allem bei den Mergeln bilden die Pyrite einen sehr interessanten Kontrast zur Matrix.

Fundorte im Extertal

Für Fundorte im Bereich des Extertal kann ich natürlich vor allem Mineralienatlas – Fossilienatlas und Mindat.org – Mines, Minerals and More als Quellen für die Recherche empfehlen. Grundsätzlich ist das Extertal ein weiträumiges Fundgebiet, dass sowohl für Pyrit als auch für die sogenannten „Schaumburger Diamanten“ bekannt ist.

Es sind immer wieder Funde rund um Bösingfeld möglich. Schürfstellen befinden sich auch zwischen Lemgo und Extertal.

Pyrit aus dem Extertal – Reinigung, Pflege und Aufbewahrung

Da die Pyrite häufig an der Oberfläche bereits oxidiert ist, sind bei der Reinigung und Pflege einige Dinge zu beachten.

  • Kein Wasser verwenden. Feuchtigkeit kann zu weiterer Oxidation und Rissen führen.
  • Trocken säubern. Ein fusselfreies und weiches Tuch ist ausreichend
  • keine Chemikalien oder Reiniger verwenden. Jedes Reinigungsmittel kann bei diesen empfindlichen Pyrite zu Rissen führen.

Darüber hinaus wird empfehlen, die Pyrite an einen trockenen und gut belüfteten Ort aufzubewahren.

Minerale aus dem Extertal – auch hier im Shop erhältlich

Auch hier im Onlineshop sind Pyrit-Stufen aus den Extertal erhältlich. Sie können im Shop den Filter auf „Deutschland“ und auf „Pyrit“ setzen, um im nächsten Schritt die Auswahl an entsprechenden Stücken zu betrachten. Leider sind derzeit keine „Eisernen Kreuze“ dabei.

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