Diese Mineralstufe stammt aus dem Erongo-Gebirge in Namibia. Mehrere schwarze Schörlkristalle sitzen auf einer hellen Feldspatmatrix, die auf der gegenüberliegenden Seite von farblosem bis weißlichem Glasopal begleitet wird.
Die Schörlkristalle konzentrieren sich vor allem am oberen Rand der Stufe. Der größte Kristall erreicht eine Länge von rund 5 mm. Auf der anderen Seite treten traubige bis tropfenförmige Glasopalaggregate hervor, die unter langwelligem UV-Licht deutlich gelbgrün fluoreszieren.
Mit Abmessungen von 5,4 × 3,3 × 3,0 cm und einem Gewicht von 34,7 g gehört das Exemplar zur Größenklasse der Kleinstufen.
Schwarze Schörlkristalle auf heller Feldspatmatrix
Der Schörl bildet mehrere kurzprismatische, schwarze Kristalle mit deutlich erkennbaren Kristallflächen. Die Kristalle sind zu einer kleinen Gruppe angeordnet und heben sich durch ihre dunkle Farbe klar von der weißen bis cremefarbenen Feldspatmatrix ab.
Einige Schörlkristalle sind teilweise in die Matrix eingewachsen, während andere stärker freiliegen. Der größte Kristall misst etwa 5 mm. Die Kristallgruppe verleiht der ansonsten hellen Stufe einen markanten farblichen Kontrast.
Die Feldspatmatrix zeigt eine fein kristallisierte bis stellenweise parallel aufgebaute Oberfläche. Die genaue Feldspatart wurde nicht näher bestimmt und wird deshalb neutral als Feldspat beziehungsweise Feldspatgruppe angegeben.
Traubiger Glasopal auf der Rückseite
Auf der gegenüberliegenden Seite der Stufe tritt farbloser bis weißlicher Glasopal auf. Er bildet kleine traubige, kugelige und tropfenartige Aggregate, die entlang von Vertiefungen und Kristallflächen der Feldspatmatrix verteilt sind.
Glasopal wird auch als Hyalit bezeichnet und gehört zu den wasserhaltigen, nicht kristallinen Formen von Siliziumdioxid. Bei normalem Licht erscheint er weitgehend farblos bis milchig weiß und hebt sich daher nur dezent von der hellen Matrix ab.
Die unterschiedliche Verteilung der Minerale ermöglicht zwei klar voneinander abweichende Ansichten: eine Seite mit den schwarzen Schörlkristallen und eine zweite Seite mit den traubigen Glasopalaggregaten.
Gelbgrüne Fluoreszenz unter langwelligem UV-Licht
Unter langwelligem UV-Licht zeigt der Glasopal eine kräftige gelbgrüne bis grüne Fluoreszenz. Besonders die kugeligen und tropfenartigen Aggregate treten unter UV-Beleuchtung deutlich hervor.
Die Feldspatmatrix selbst zeigt keine erkennbare Fluoreszenz. Ihre auf den UV-Aufnahmen rosa bis violett erscheinende Färbung wird durch das eingestrahlte UV-Licht und dessen Reflexion verursacht. Diese Farbwirkung darf daher nicht mit einer Eigenfluoreszenz des Feldspats verwechselt werden.
Der starke Unterschied zwischen der unauffälligen Erscheinung des Glasopals bei normalem Licht und seiner intensiven Reaktion unter UV-Beleuchtung bildet die besondere mineralogische Eigenschaft dieser Stufe.
Mineralparagenese aus dem Erongo-Gebirge
Das Erongo-Gebirge ist für vielfältige Pegmatitminerale und ungewöhnliche Mineralparagenesen bekannt. Die Kombination aus schwarzem Schörl, heller Feldspatmatrix und fluoreszierendem Glasopal verbindet drei optisch und mineralogisch unterschiedliche Komponenten auf engem Raum.
Die Schörlseite überzeugt durch ihren deutlichen Hell-Dunkel-Kontrast, während die Glasopalseite erst unter UV-Licht ihre volle Wirkung entfaltet. Dadurch eignet sich das Stück sowohl für Turmalin- und Pegmatitsammlungen als auch für Sammlungen fluoreszierender Mineralien.
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Hauptmineral | Schörl |
| Chemische Zusammensetzung | NaFe²⁺₃Al₆(BO₃)₃Si₆O₁₈(OH)₄ |
| Begleitminerale | Feldspat und Glasopal |
| Mineralogische Bezeichnung des Glasopals | Hyalit beziehungsweise Opal-AN |
| Chemische Zusammensetzung des Glasopals | SiO₂ · nH₂O |
| Fundort | Erongo-Gebirge, Erongo, Namibia |
| Abmessungen | 5,4 × 3,3 × 3,0 cm |
| Gewicht | 34,7 g |
| Stufengröße | Kleinstufe |
| Größe des größten Schörlkristalls | Etwa 5 mm |
| Farbe des Schörls | Schwarz |
| Farbe des Feldspats | Weiß bis cremefarben |
| Farbe des Glasopals | Farblos bis weißlich |
| Kristallhabitus des Schörls | Kurzprismatische Kristalle |
| Ausbildung des Glasopals | Traubige, kugelige bis tropfenartige Aggregate |
| Kristallanordnung | Schörlgruppe auf Feldspat; Glasopal auf der gegenüberliegenden Seite |
| Matrix | Helle Feldspatmatrix |
| Fluoreszenz des Glasopals | Kräftig gelbgrün bis grün unter langwelligem UV-Licht |
| Fluoreszenz des Feldspats | Keine erkennbare Fluoreszenz |
| Besonderheit | Kontrastreiche Schörl-Feldspat-Paragenese mit fluoreszierendem Glasopal |


















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